Familienpsychologie

Gliederung: Übersichten; Beratungsstellen, Erziehungstipps; Organisationen, Fachgesellschaften und -verbände; Lehrstühle, weitere Forschungseinrichtungen, Surveys; Aus- und Weiterbildung; Homepages einzelner Forscherinnen und Forscher; Publikationen: (Online-) Zeitschriften; Online-Bücher, -Zeitschriftenartikel und -Lehrmaterialien; Online Dissertationen; Übergang zur Elternschaft; Scheidungsforschung.

ÜBERSICHTEN

BERATUNGSSTELLEN; ERZIEHUNGSTIPPS

ORGANISATIONEN, FACHGESELLSCHAFTEN UND -VERBÄNDE

LEHRSTÜHLE; WEITERE FORSCHUNGSEINRICHTUNGEN; SURVEYS; AUS- UND WEITERBILDUNGG (D, CH, UK);

HOMEPAGES EINZELNER FORSCHERINNEN UND FORSCHER

PUBLIKATIONEN

(ONLINE-) ZEITSCHRIFTEN

ONLINE-BÜCHER, -ZEITSCHRIFTENARTIKEL UND -LEHRMATERIALIEN

ONLINE-DISSERTATIONEN

EINZELNE THEMEN: ÜBERGANG ZUR ELTERNSCHAFT

EINZELNE THEMEN: SCHEIDUNGSFORSCHUNG

Die Scheidungsforschung beschäftigt sich mit den Bedingungen, die zu einer Ehescheidung führen, mit den Folgen für Eltern und Kinder sowie mit Wechselwirkungen von Person- und Umweltmerkmalen, die den Scheidungsprozess beeinflussen. Sie ist insofern ein Teilbereich der Familienpsychologie als sich mit einer Scheidung zwar die Beziehungen der Familienmitgleider zueinander ändern, gewöhnlich aber eine Teilfamilie bestehen bleibt, und die Elternrolle häufig auch vom scheidenden Elternteil in irgendeiner Form ausgefüllt wird. Die meisten empirischen Untersuchungen zur Ehescheidung wurden unter einer klinischen Perspektive durchgeführt, die Scheidung als Auslöser für pathologische Reaktionen betrachtet. So liegen eine Vielzahl von Studien vor, die zeigen, dass im Durchschnitt die von Scheidung betroffenen Personen in fast allen untersuchten Persönlichkeitsmerkmalen ungünstiger abschneiden als Vergleichsgruppen aus nicht geschiedenen Familien. In neuerer Zeit werden auch Untersuchungen durchgeführt, die einer entwicklungspsychologischen Perspektive verhaftet sind. Ehescheidung wird hier als kritisches Lebensereignis betrachtet, worunter man drastische Veränderungen in der Lebenssituation versteht, die eine Neudefinition und Reorganisation verschiedener Lebens- und Erlebensbereiche notwendig machen. Diese Reorganisation wird als Prozess verstanden, der grundsätzlich nicht nur die Möglichkeit eines Scheiterns im Sinne einer pathogenen Reaktion, sondern auch die einer Persönlichkeitsreifung in sich birgt. Unter entwicklungspychologischer Perspektive wird es demnach möglich, Bedingungen in der Person- und Lebensumwelt der Betroffenen zu isolieren, die als hemmende oder förderliche Faktoren der Krisenbewältigung betrachtet werden können. Die Forschungsergebnisse können dann zur Beratung Betroffener im Sinne einer konstruktiven Lebensplanung genutzt werden.

Das ZPID dankt herzlich Frau M.Sc. Marina Aubart für die Erstellung dieser Linksammlung und Frau Prof. Elisabeth Sander für ihren einführenden Text und einige der aufgeführten Links zum Thema Scheidungsforschung!

Diese Kategorie wird redaktionell betreut von: Dipl.-Psych. Ute Wahner